Herzlich willkommen zur 15. Ausgabe von RINs - Ruckruhs Internet Newsletter 19.12.1999

Wenn Sie in Zukunft Ruckruhs Internet Newsletter nicht mehr zugestellt bekommen wollen, senden Sie uns bitte eine E-Mail an  mit dem Betreff "Kündigung".

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Erfolgszitate

2. Willkommen

3. Bedingungslose Liebe

4. Humor – Eine Weihnachtsgeschichte

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1. Erfolgszitate

Niemand ist auf der Welt, um so zu werden, wie andere ihn gerne hätten.

I’ve learned that it’s not what you have in your life, but who you have in your life that counts.

    - Ich habe gelernt, daß nicht, was Du hast, sondern wen Du hast, im Leben zählt.

Du kannst niemanden zwingen, Dich zu lieben. Alles was Du machen kannst, ist jemand sein, der geliebt werden kann. Der Rest liegt bei den Anderen.

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2. Willkommen

Ich wünsche Euch allen ein schönes, friedvolles Weihnachtsfest, Frieden und Zeit für Eure Familie.

Wir sind gemeinsam in diesem Jahr ein Stück gegangen, haben uns weiterentwickelt, sind von Niederlagen wieder aufgestanden und haben Erfolge gefeiert.

Ich danke Euch allen, die Ihr RINs leben und wachsen laßt. Von vielen habe ich auch wunderbare Anregungen und Rückmeldungen bekommen.

Weihnachten ist ein Fest der Liebe. Deshalb möchte ich Euch heute darüber zwei Geschichten schicken. Bitte verbreitet diese auch weiter. Und auch wenn Ihr einen anderen Glauben habt als die Autorin der ersten Geschichte, können wir doch sehr viel daraus lernen. Sorgt mit dafür, daß diese Welt ein wenig besser wird, schenkt einmal mehr ein Lächeln, umarmt einmal mehr Eure Kinder, Eure Partner.

Es sind die vielen kleinen Dinge im Leben, die zählen.

Erzählt bitte auch Euren Freunden und Kollegen von RINs und schreibt mir bitte, welche Themen Euch für die nächsten Ausgaben interessieren? Ich werde Euch dann darauf einige meiner Gedanken schreiben.

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3. Bedingungslose Liebe !!

 

 Eine ganz besondere Art der Interpretation von Sandy Stevenson *West Sussex* England, über

 den Begriff  "Bedingungslose Liebe"

 

 Ich liebe Dich wie Du bist, während Du auf der Suche bist nach

 Deiner eigenen besonderen Art, mit der Welt um Dich herum in

 Beziehung zu treten. Ich ehre Deine Entscheidungen, auf welche

 Weise Du Deine Lektionen lernen möchtest.

 

 Ich weiß, daß es wichtig ist, daß Du genau der Mensch bist, der

 Du sein möchtest und nicht der, den ich oder andere erwarten. Es

 ist mir klar, daß ich nicht weiß, was für Dich das Beste ist, obwohl

 ich vielleicht manchmal meine, es zu wissen. Ich war nicht dort

 wo Du warst, und ich habe das Leben nicht aus Deinem

 Blickwinkel gesehen. Ich weiß nicht, welche Lernaufgaben Du Dir

 ausgesucht hast, noch wie oder mit wem Du sie lösen möchtest,

 noch welche Zeitspanne Du Dir dafür vorgenommen hast. Ich

 habe nicht aus Deinen Augen geblickt, wie könnte ich also wissen,

 was Du benötigst?

 

 Ich lasse Dich durch die Welt gehen, ohne Deine Handlungen in

 Gedanken oder Worten zu beurteilen. Die Dinge, die Du sagst

 oder tust, betrachte ich nicht als Irrtum oder Fehler. Von meinem

 Punkt aus sehe ich, daß es vielerlei Möglichkeiten gibt, die

 verschiedenen Seiten unserer Welt zu betrachten und zu erfahren.

 Ich akzeptiere rückhaltlos jede Deiner Entscheidungen in jedem

 beliebigen Augenblick. Ich fälle keinerlei Urteil, denn wenn ich

 Dir Dein Recht auf Deine Entwicklung abspräche, so würde ich

 damit dasselbe auch mir und allen anderen absprechen.

 

 Jenen, die einen anderen Weg wählen als ich, auf den ich

 vielleicht nicht meine Kraft und Energie lenken würde, werde ich

 doch niemals die Liebe verweigern, die Gott in mich gesenkt hat,

 damit ich sie der ganzen Schöpfung schenke. Wie ich Dich liebe,

 so werde auch ich geliebt. Was ich säe, das werde ich ernten.

 

 Ich gestehe Dir das universale Recht auf freie Entscheidung zu,

 Deinen eigenen Pfad zu wandeln und voranzuschreiten oder eine

 Weile auszuruhen, je nachdem was für Dich gerade das Richtige

 ist. Ich werde mir kein Urteil erlauben, ob diese Schritte groß

 oder klein sind, leicht oder schwer, aufwärts oder abwärts führen,

 denn das wäre nur meine eigene Sichtweise. Es könnte sein, daß

 ich Dich tatenlos sehe und dies für wertlos halte, und doch könnte

 es sein, daß Du großes Balsam der Welt bringst, wie Du so

 dastehst, gesegnet vom Lichte Gottes. Nicht immer kann ich das

 größere Bild der göttlichen Ordnung sehen.

 

 Denn es ist das unveräußerbare Recht aller Lebensströme, ihre

 eigene Entwicklung selbst zu wählen, und ich anerkenne voll

 Liebe Dein Recht, Deine Zukunft selbst zu bestimmen. In Demut

 beuge ich mich der Erkenntnis, daß das, was ich für mich als das

 Beste empfinde, nicht bedeutet, daß es auch für Dich das Richtige

 sein muß. Ich weiß, daß Du genauso geleitet wirst wie ich und

 dem inneren Drang folgst, der Dich Deinen Pfad erkennen läßt.

 

 Ich weiß, daß die vielen Rassen, Religionen, Sitten,

 Nationalitäten und Glaubenssysteme in unserer Welt uns großen

 Reichtum bescheren und uns aus solcher Vielheit großen Nutzen

 und viele Lehren ziehen lassen. Ich weiß, daß wir jeder auf

 einmalige Weise lernen, wie wir Liebe und Weisheit zu dem

 großen Ganzen zurückbringen können. Ich weiß, daß - wenn

 etwas nur auf eine Art getan werden könnte - es hierzu nur eines

 Menschen bedürfte.

 

Ich will Dich nicht nur dann lieben, wenn Du Dich so verhälst,

 wie es meiner Vorstellung entspricht und wenn Du an die gleichen

 Dinge glaubst wie ich. Ich begreife, daß Du in Wahrheit mein

 Bruder, meine Schwester bist, auch wenn Du an einem anderen

 Ort geboren wurdest und an einen anderen Gott glaubst als ich.

 

 Die Liebe, die ich fühle, gilt der ganzen Welt Gottes. Ich weiß,

 daß jedes lebende Ding ein Teil Gottes ist, und tief drinnen hege

 ich Liebe für jeden Menschen, jedes Tier, jeden Baum und jede

 Blume, für jeden Vogel, jeden Fluß und jeden Ozean und für alle

 Geschöpfe in aller Welt.

 

 Ich verbringe mein Leben in liebendem Dienst und bin dabei das

 beste Ich, das ich sein kann, und ich verstehe die Vollkommenheit

 göttlicher Wahrheit immer ein bißchen mehr und werde immer

 glücklicher in der Heiterkeit

 

  BEDINGUNGSLOSER LIEBE

   Sandy Stevenson

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Humor (ist diese Geschichte nicht von Loriot? Ich habe sie ohne Quellenangabe geschickt bekommen)

 

Advent, Advent ...

Sonntag, 1. Advent 10.00 Uhr.

In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg lässt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.

10 Uhr 14:

Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10- armigen dänischen Kerzenset zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Önkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.

19 Uhr 03:

Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst arglos.

20 Uhr 17:

Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluß einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten, durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens, ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.

20 Uhr 56:

Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt seinerseits einen Teil zur vor-weihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble Metropolis, das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40m Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.

21 Uhr 30:

Im Trubel einer Jul-Club-Feier im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.

21 Uhr 50:

Der 85 jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.

22 Uhr 12:

Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Onkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sidney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmeyer gelandet.

22 Uhr 37:

Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos.

22 Uhr 50:

Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.

23 Uhr 06:

In der taghell erleuchteten Siedlung Önkelstieg erwacht Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

23 Uhr 12 und 14 Sekunden:

In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

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Pay attention, be kind, and be loving

Frohe Weihnachten Ihr Falk Ruckruh