Herzlich willkommen zur 2. Ausgabe von RINs - Ruckruhs Internet Newsletter 31.Januar 1999

 

Wenn Sie in Zukunft Ruckruhs Internet Newsletter nicht mehr zugestellt bekommen wollen, senden Sie uns bitte eine E-Mail an Ruckruh@t-online.de mit dem Betreff "Kündigung".

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Zitat der Woche

2. Willkommen

3. Das 3A-Modell

4. Eine Fabel

5. Neues von uns

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1. Zitat der Woche

Erfolg heißt:

Oft und viel lachen; die Achtung intelligenter Menschen und die Zuneigung von Kindern gewinnen; die Anerkennung aufrichtiger Kritiker verdienen und den Verrat falscher Freunde ertragen; Schönheit bewundern, in anderen das Beste finden; die Welt ein wenig besser verlassen, ob durch ein gesundes Kind, ein Stückchen Garten oder einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft; wissen, daß wenigstens das Leben eines anderen Menschen leichter war, weil du gelebt hast. Das bedeutet, nicht umsonst gelebt zu haben.

Ralph W. Emerson

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2. Willkommen

 

Viel Erfolg und willkommen zu unserem 2. Newsletter. Ein besonderes Hallo geht an unsere neuen Abonnenten.

Ich begrüße Euch und hoffe, Ihr bekommt einige Anregungen, die Ihr in Euer Leben integrieren könnt.

Dies soll ein großer Markt an Ideen und neuem Wissen aus vielen Bereichen werden. Wie in einem Supermarkt steht es natürlich jedem frei, was er sich aus dem “Regal” nimmt bzw. welche Erfahrungen er machen möchte.

Eine Frage: Ich denke, die Mehrzahl von Euch ist im Englischen auch recht gut bewandert. Was haltet Ihr davon, wenn ich ebenfalls englisches Material wie Zitate und Geschichten in Zukunft einfließen lasse? Bitte schreibt mir Eure diesbezügliche Meinung.

Vielen Dank auch für die vielen Rückmeldungen. Ich werde sicher einige der Anregungen aufnehmen.

Bitte schreibt mir Eure Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Themen, die Euch besonders interessieren.

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3. Das 3A-Modell

Dies ist ein Modell, welches grundsätzlich angewendet werden kann, wenn man mit einer beliebigen Situation oder irgendeinem Ergebnis nicht zufrieden ist bzw. Probleme lösen muß

Fragen Sie sich dann immer:

    1. Was kann ich hier  Anders   machen?

    2. Kann ich etwas   Anderes  tun?

    3. Kann ich es für oder mit  Andere(n) schaffen?

Auf eine Firma oder den Beruf bezogen bedeutet dies, sich täglich diese Fragen zu stellen.

 

Beispiele zu

1. Anders

Puzzle waren vollkommen out und die Verkaufszahlen stagnierten. Bis jemand auf die Idee der 3D-Puzzle kam, die zur Zeit der große Renner sind und diesem Markt Auftrieb geben. Wir müssen häufig nur 1% vom Ganzen anders machen, um Erfolg zu haben. Es geht um “The winning edge” wie die Amerikaner sagen.

Es geht darum ein klein bißchen besser zu sein, ein klein wenig Vorsprung zu haben, um zu gewinnen. Der Gewinner hat nur wenige Hundertstel Vorsprung, bekommt aber häufig 10 oder 100 mal mehr Gewinn als der Zweitplatzierte. Häufig verwerfen wir Lösungen vollständig, anstatt uns zu fragen, was daran gut war und was schlecht. Wir könnten oft auf den 80% aufbauen, die bereits “richtig” waren.

2. Anderes

Sollte der erste Punkt nicht zu Ergebnissen führen, versuchen Sie, etwas Anderes zu machen. Ein Beispiel hier ist Nike (der Turnschuhhersteller) oder auch einige der neuen Telefongesellschaften.

Sie konkurrieren mit den anderen Anbietern in ihrem Feld, ohne auch nur einen Schuh selbst herzustellen oder selbst ein Leitungsnetz zu haben. Sie managen, finden neue Lösungen, erarbeiten Strategien und kümmern sich um das Marketing. Dies ist etwas fundamental anderes als selbst zu bauen. In der heutigen Zeit in denen neue, technische Anlagen im Wert von vielen Milliarden über Nacht zu Schrott werden, weil irgendwo ein neues Verfahren entwickelt wurde, ist diese Überlegung häufig zu stellen. Natürlich können wir auch 1. und 2. verbinden. Oder nehmen Sie die Firma Mannesmann, die Maschinen baute und Stahl kochte und jetzt die größten Gewinne mit dem D2 Mobilnetz einfährt.

Übrigens fällt mir da ein, ich war ja selbst einmal Chemiker und arbeite jetzt mit großer Freude im Marketing ;-)

3. Andere

Hier fällt mir eine Firma wie Aldi ein, die plötzlich preiswerte Computer im Regal stehen hatte. Viele Hardwareverkäufer aber auch Systemhäuser ärgern sich, da dies neue, härtere Preiskämpfe gibt.

Was meint wohl die Firma, welche für Aldi produziert hat? Suchen Sie sich neue Kunden für Ihr “altes” Produkt, “erfinden” Sie neue Abnehmer. Schaffen Sie sich einen Markt, der vorher nicht existierte. Computer waren früher nur etwas für große Unternehmen (dies ist noch nicht einmal 20 Jahre her), heute haben bereits ein Drittel aller Haushalte der USA einen PC.

An einem Lehrstuhl an dem für neue Massenspeichermedien geforscht wird, hat man ganz normalen Tesafilm als einen optimalen Massenspeicher entdeckt. Verkauft Tesa in Zukunft an die Festplattenhersteller? Wir werden sehen.

Ich war ja auch einmal Chemiker und arbeite jetzt in den Bereichen Marketing und Personalentwicklung.

Selbstverständlich müssen Sie sich die dritte Frage auch jedesmal stellen, wenn Sie etwas Anderes tun oder etwas Anders machen als bisher.

 

Also noch einmal

Anders arbeiten

Anderes machen

Andere begeistern

 

Was haben Sie heute schon ge- und verändert? Es geht um Ihre Zukunft, um die Kunden von Morgen!

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4. Eine Fabel

Eine curriculare Fabel

Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere eine Schule. Das Lernen bestand aus Rennen, Klettern,

Fliegen und Schwimmen, und alle Tiere wurden in allen Fächern unterrichtet. Die Ente war gut im

Schwimmen; besser sogar als der Lehrer. Im Fliegen war sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie

ein besonders hoffnungsloser Fall. Da sie in diesem Fach so schlechte Noten hatte, mußte sie

nachsitzen und den Schwimmunterricht ausfallen lassen, um das Rennen zu üben. Das tat sie so lange,

bis sie auch im Schwimmen nur noch durchschnittlich war, Durchschnittsnoten aber waren akzeptabel,

darum machte sich niemand Gedanken darüber, außer der Ente .

Der Adler  wurde als Problemschüler angesehen und unnachsichtig und streng

gemaßregelt, da er, obwohl er in der Kletterklasse alle anderen darin schlug, als erster den Wipfel

eines Baumes zu erreichen, darauf bestand, seine eigene Methode anzuwenden.

Das Kaninchen  war anfänglich im Laufen an der Spitze der Klasse, aber es bekam

einen Nervenzusammenbruch und mußte von der Schule abgehen wegen des vielen

Nachhilfeunterrichts im Schwimmen.

Das Eichhörnchen war Klassenbester im Klettern, aber sein Fluglehrer ließ es seine

Flugstunden am Boden beginnen, anstatt vom Baumwipfel herunter. Es bekam Muskelkater durch

Überanstrengung bei den Startübungen und immer mehr "Dreien" im Klettern und "Fünfen" im Rennen.

Die mit Sinn fürs Praktische begabten Präriehunde  gaben ihre Jungen zum Dachs in die

Lehre, als die Schulbehörde es ablehnte, Buddeln in das Curriculum aufzunehmen.

Am Ende des Jahres hielt ein anormaler Aal,  der gut schwimmen, etwas rennen,

klettern und fliegen konnte, als Schulbester die Schlußansprache.

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5. Neues von uns

Ich werde am Wochenende ein Seminar für Lesetechniken besuchen. Ich bin schon gespannt, was mich dabei erwartet. Mehr zu diesem Thema schreibe ich beim nächsten Mal.

Bis zur Cebit ist es nun auch nicht mehr weit. Für alle IT-Dienstleister und Aussteller: Olaf führt am 05.03.99 einen auf diese Gruppe zugeschnittenen Workshop “Messetraining” durch. Für nähere Informationen bitte eine E-mail an  bei Betreff bitte Messetraining eintragen.