Herzlich willkommen zur 32. Ausgabe von RINs - Ruckruhs Internet Newsletter 29.07.2000

Wenn Sie in Zukunft Ruckruhs Internet Newsletter nicht mehr zugestellt

bekommen wollen, senden Sie mir bitte eine E-Mail an Ruckruh@t-online.de

mit dem Betreff "Kündigung".

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Erfolgszitate

2. Was ist Erfolg? – Anregungen

3. Zitate, die die Welt braucht

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1. Erfolgszitate

Herr, gib mir die heitere Gelassenheit, um mit Haltung das zu ertragen, was ich nicht ändern kann. Gib mir den Mut, für das zu kämpfen, was ich ändern kann.

Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen unterscheiden zu können.

Wissen, das sich nicht täglich vermehrt, nimmt ab. Chinesische Weisheit

Wir übten mit aller Macht, aber immer wenn wir begannen, zusammengeschweißt zu werden, wurden wir umorganisiert. Ich habe später gelernt, daß wir oft versuchten, Verhältnissen durch Umorganisation zu begegnen. Es ist eine phantastische Methode. Sie erzeugt die Illusion des Fortschritts, wobei sie gleichzeitig Verwirrung schafft, die Effektivität vermindert und demoralisierend wirkt. Gaius Petronius (röm. Offizier, Köln ca. 100 n. Chr.)

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2. Was ist Erfolg? – Anregungen

 

“Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht richtig nutzen.”, sagte bereits Seneca vor über 2000 Jahren

Den Inhalt meines letzten Newsletters habe ich noch einmal in einen einzigen Satz bzw. eine Frage gebracht. Denn, was die 3 % aus den Studien und diese Erfolgreichen nach den Seminaren automatisch und unbewußt richtig machen, ist die zentrale Frage.

Diese solltet Ihr Euch ebenfalls beantworten und dies täglich:

In welchem Umfang gelingt es mir, alle meine täglichen Aktivitäten an meinen Zielen und Plänen auszurichten?!!!”

 

Nun ist es ja so, daß jeder unter Erfolg etwas völlig anderes versteht, was ja grundsätzlich wunderbar ist. Wenn wir alle nur den gleichen materiellen Dingen hinterherjagen, würden wir schnell ein großes Problem haben.

Ich denke Ihr stimmt mit mir überein, daß Mutter Theresa, Gandhi oder Jesus ebenfalls sehr erfolgreiche Leute waren, obwohl sie nichts besessen haben und sie haben diese Welt verändert. Was mich bewegt, ist bloß die große Unausgeglichenheit, die ich bei vielen Menschen sehe. Es werden kurzfristige Erfolge (z.B.Berühmtheit, Wohlstand etc.) erzielt, diese Leute werden für sehr erfolgreich gehalten und plötzlich bricht alles wie ein Kartenhaus zusammen, durch Krankheit, Scheitern von Beziehungen und anderes.

Ich halte es daher für wichtig, eine Definition von Erfolg auszuarbeiten, die einerseits allgemein genug ist, um die individuelle Entwicklung jedes einzelnen nicht zu unterdrücken und es auch erlaubt, sich auf große Ziele zu konzentrieren, die andererseits aber auch verhindert, daß sich solche Unausgewogenheiten eines Tages manifestieren können. Wenn wir so eine Definition schaffen und auch danach leben und sie unseren Kindern beibringen, denke ich, ist viel gewonnen. Hier ist ein Vorschlag für so eine Definition – was ist Erfolg?:

1. Das wichtigste Ziel sollte sein, ein Leben in Freiheit von Ärger, Schuld und Furcht aufzubauen. Es geht darum, daß Ihr in Ruhe und Harmonie mit Euch selbst jeden Tag schlafen gehen könnt und auch so erwacht. Dafür ist sicher einiges an Persönlichkeitsentwicklung, Arbeit und Know-How nötig

2. Beim Coaching fällt mir immer wieder auf “Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts”. Daher gehört zu Erfolg auch ein Leben mit einem hohen Niveau an Gesundheit und Lebensenergie. Wenn Ihr nicht mit schweren gesundheitlichen Handicaps geboren wurdet, liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen, sich dies zu erarbeiten. Ich bin in der Zwischenzeit überzeugt davon, daß die Mehrzahl der Krankheiten durch unseren individuellen und gesellschaftlichen Lebensstil verursacht werden und vermeidbar sind. Ich möchte hier nicht noch einmal die bekannten Risikofaktoren wiederholen. Jeder weiß, was er vermeiden oder anders machen könnte. Die Buchhandlungen sind voll von Literatur zu Ernährung, Bewegung und Fitness, ganze Industrien beschäftigen sich damit. Das Problem, was wir haben, ist unser genialer Körper selbst. Aufgrund der genialen Anpassungsfähigkeit, die für ein Überleben in der rauhen Natur notwendig war, kompensiert unser System extrem viel. Wenn wir irgendwo Schmerzen bekommen, hat das betreffende Organ meist nur noch 30% der Leistungsfähigkeit. Dann ist es aber häufig zu spät, etwas zu unternehmen. Wir nehmen häufig Kredit bei der Zukunft, weil wir keine Schmerzen haben – bis es zu spät ist.

3. Der dritte Punkt, der für mich noch vor materiellen Dingen kommt, sind liebevolle Beziehungen. Damit ist nicht unbedingt nur eine Person des anderen Geschlechts gemeint, wobei dies natürlich wichtig ist. Wieviele Freunde, Bekannte, Geschäftspartner etc. jemand hat, ist oft entscheidend für das Wohlbefinden. Menschen mit intakten Beziehungen werden weniger krank, sind leistungsfähiger etc. Aber auch hier gilt das Gesetz von Saat und Ernte: ich muß erst in die Beziehungen investieren, dann kann ich ernten. Menschen mit vielen liebevollen Beziehungen investieren täglich in diese.

4. Das Nächste sind für mich wertvolle Ideen, Ziele und Pläne. Hierzu denke ich, brauche ich keine näheren Erläuterungen mehr.

5. Ganz wichtig ist die finanzielle Freiheit, und hier möchte ich keine Summe einsetzen, weder absolut noch mit Zinsen arbeiten. Was ich hier meine ist, daß ich mir keine Sorgen über das Geld machen muß. Für den einen wird eine Million nicht genug sein, der andere braucht überhaupt nichts (gut, da muß ich vielleicht auf dieser Erde als Bettelmönch ins Himalaya ziehen, wem es Spaß macht ;-) )

Legt für Euch hier fest, was Ihr dazu braucht und arbeitet daran, diese Menge zu erarbeiten.

6. Und jetzt kommen wir schon wieder vom Materiellen weg! Der sechste Punkt ist das Gefühl, etwas zu bewegen, etwas zu hinterlassen auf dieser Welt, für jemanden wichtig zu sein.

Es geht darum, und jetzt zitiere ich etwas deftig, “Fußspuren im Sand der Zeit zu hinterlassen. Aber man kann keine Fußspuren im Sand der Zeit hinterlassen, wenn man auf seinem Arsch sitzt. Es sei denn, man hat die Absicht Arschabdrücke im Sand der Zeit zu hinterlassen” Walt Jones ;-)

Vielen Jugendlichen fehlt dieses Gefühl, sie fühlen sich daher auch sehr schlecht und kompensieren dies dann auf die verschiedenen Weisen.

und schließlich als ein weiterer wichtiger Punkt

7. Schafft Euch das Gefühl von persönlicher Erfüllung. Was meine ich damit und wie geht das?

Es geht darum, sich selbst jeden Tag zu übertreffen, dann stellt sich dieses Gefühl ein.

Wir werden durch die Medien und durch den gesamten Erziehungskomplex darauf getrimmt, uns ständig mit anderen zu vergleichen. Auf Neudeutsch heißt es dann Benchmarking, bedeutet aber das Gleiche.

Das Demotivierende daran ist, daß wir uns fast immer einzelne Eigenschaften heraussuchen, in denen wir schlechter sind als “das Muster”. Als Konsequenz fühlen wir uns immer schlechter, obwohl wir sicher dutzende positiver Eigenschaften und Fähigkeiten haben, bei denen “der Andere” nicht mithalten kann.

Ein viel motivierender und besserer Maßstab ist jeder selbst. Jeder von Euch weiß, was er kann, wo er an seine Grenzen stößt etc. Wenn ich dies als Ausgangspunkt nehme und dann jeden Tag versuche, mich selbst zu übertreffen, dann sehe ich keinen uneinholbaren Vorsprung, wie so oft bei äußeren Vergleichen, ich fühle mich besser und steigere mich kontinuierlich, was die Grundlage für allen Erfolg darstellt.

Es gibt nämlich noch einen häufigen Denkfehler bei unserem Benchmarking. Wir vergleichen uns mit den Ergebnissen anderer, die diese Gestern erzielt haben. Wie sollen wir sie dann überholen? Niemand sagt uns, wie schnell diese wachsen werden. Und wer sagt denn, daß gerade dies die Straße des Erfolges ist. Denkt in diesem Zusammenhang einmal an die Strategien der großen Konzerne, sich zu diversifizieren. Alle haben sich miteinander verglichen und schließlich haben fast alle feststellen müssen, dies führt langfristig zu riesigen Verlusten. Übertrefft Euch jeden Tag ein kleines bischen und Ihr werdet jeden Tag viele Erfolgserlebnisse spüren.

 

Calzaferri hat das Gesamte oben gesagte einmal humoristisch zusammengefaßt: “Wir arbeiten in Strukturen von gestern mit Methoden von heute an Problemen von morgen vorwiegend mit Menschen, die in den Kulturen von vorgestern die Strukturen von gestern gebaut haben und das Übermorgen innerhalb der Unternehmung nicht mehr erleben werden”

Ich sage daher einfach mal zum Abschluß dieses RINs:

Wir sollten in Strukturen von heute mit erlernbaren Methoden von morgen an Problemen von morgen arbeiten, mit Menschen, die frei denken, klare eigene Vorstellungen schaffen, aktiv ihr Leben gestalten, klare Ziele und Pläne haben und dabei einen Blick entwickeln für einen ausgeglichenen Erfolg für sich, ihre Kinder und die Umwelt.

- Wow, was für ein Zitat ;-)

Viele Ideen bis zum nächsten Mal wünsche ich Euch

Euer Falk Ruckruh

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3. Besonders beliebt war meine Folge “Zitate, die die Welt braucht”, daher jetzt eine neue Folge - Teil 5:

Künstliche Intelligenz ist allemal besser als natürliche Dummheit. Hans Matthöfer

Das Hobby ist harte Arbeit, die niemand täte, wenn sie sein Beruf wäre. Günther Schramm

Ein Fernsehredakteur ist ein Mann, der die Fähigkeit hat, die Spreu vom Weizen zu trennen und dann die Spreu sendet. Robert Lemke

Aus dem Volk der Denker sind Komma-Onnanisten geworden

Wer heute den Kopf in den Sand steckt, wird morgen mit den Zähnen knirschen!

Auch Sitzungen sprechen nicht für Beweglichkeit. Sitzung ist der Sieg des Hintern über den Geist.

Frauen mögen die schlichten Dinge des Lebens – Männer zum Beispiel.

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Falk Ruckruh

"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu!"

Wir stehen gerne auch für Training, Coaching und Beratung zu Ihrer Verfügung. Wie wichtig sind Euch Eure Ziele? Kontakt: Ruckruh@t-online.de

 

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