Herzlich willkommen zur 63. Ausgabe von RINs - Ruckruhs Internet Newsletter 20.02.2004

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Motivierendes Zitat

2. Gedanken zur Sinnfrage - Wozu ist das alles gut? von Pater Zoche Teil 2

3. Verschiedenes

    - Veröffentlichungen

    -  spannender Tipp zum Networking!!!

    - neuer Link

4. Humor

============================================================

1. Motivierendes Zitat

Geh nicht immer auf dem vorgezeichneten Weg, der nur dahin führt, wo andere bereits gegangen sind.

Don’t always walk along trodden paths, which only lead to where others have gone before you.

Ne va pas toujours sur le chemin tracé, qui ne mène que là où déjà d’autres sont allés.

Alexander Graham Bell, 1847-1922, Erfinder u.a. Telefon

===========================================================

2. Gedanken zur Sinnfrage - Wozu ist das alles gut? Teil 2

Hier der 2. Teil des Artikels von Pater Dr. Dr. Hermann-Josef Zoche

Wenn Sie mehr über ihn erfahren möchten, finden Sie viele Informationen auf seiner Homepage unter: http://www.paterzoche.de

Wer den ersten Teil noch einmal ansehen möchte, findet ihn unter:

http://www.ruckruh.de/te/RINs62/rins62.html

Nicht selten ist die Überlieferung der Alten ebenso Hilfe für die Sinnfindung wie auch Korrektur für falsch eingeschlagene Wege. An wenigen Stellen in der Geschichte der Menschheit ist der Stafettenwechsel von der älteren zur jüngeren Generation so wichtig, ja unersetzlich wie gerade bei der Weitergabe von Sinnerfahrungen.

Ehe es offizielle Schulen gegeben hat, hat es eine Lebensschule gegeben, in der Vater und Mutter, Großvater und Großmutter das rechte und überzeugende Wort der Sinnfindung weitergegeben haben. Sie hatten ihr Wissen nicht aus Büchern geholt, sondern aus Selbsterfahrenem und Selbsterlittenem gesprochen.

Diese Selbsterfahrungen haben sie lange und immer wieder durchdacht, überlegt und häufig auch durchbetet, ehe sie darüber den Mund aufgetan haben und es wagten, sie an Kinder und Enkelkinder weiterzugeben. Dieser erzählende Beistand hat sich in Form von Bildgeschichten und Märchen vollzogen.

Gerade die neueste Märchenforschung hat die oft übersehene und doch eminent wichtige Inspiration der Märchen für die Identitätsfindung und Sinnfrage überzeugend aufgezeigt. Weil die Sinnfrage heute in Gefahr steht, im Intellekt abgehandelt und abgestellt zu werden, muß auf die Verwurzelung der Sinnfindung im emotionalen und gesamtmenschlichen Bereich mit Nachdruck hingewiesen werden, denn wenn das Herz friert, steht es um die Sinnfindung nicht gut.

Zum Wurzelgrund des Wortes "Sinn" gehört auch "sich um etwas kümmern". Damit wird ausgesagt, Sinn bedarf der Mühe, wobei diese Mühe nicht bloß Aktivismus meint, sondern vornehmlich die Bereitschaft zu Hören, zum Hinhören und sich etwas sagen zu lassen. In die Begriffsbestimmung des Menschen gehört die Suche nach Sinn, die oft unter größten Opfern und Anstrengungen aufgenommen wird. Trotz mannigfacher Sinnlosigkeiten vertraut der Mensch auf den Sinn des Lebens, weil er von dem verrückten Glauben beseelt ist, daß das Dasein nicht Zufall ist und nicht im Chaos endet. Die Sinngeschichte lebt von diesem Vertrauen des Menschen. Sie ist aber deshalb so schwierig und so verletzlich, weil der Mensch der Bedrohung, Gefährdung und Zerstörung des Sinnes immer wieder durch sich selbst oder durch andere begegnet.

Der Sinn fällt dem Menschen nicht in den Schoß. Er muß sich energisch darum kümmern und muß stets auf der Hut sein, damit die Welt des Sinnes nicht zum Varieté der Sinnlosigkeit, des Widersinns, der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit degradiert und verfremdet wird.

 

c) Sinn und Erfahrung

Die beiden Worte "Sinn" und "Erfahrung" haben - bei aller Unterschiedlichkeit ihres sprachlichen Ursprungs - einige Gemeinsamkeiten der Bedeutung. Das deutsche Wort "erfahren" hat ursprünglich zu tun mit fahren, reisen, eine Wegstrecke zurücklegen. Ein erfahrener Mensch ist derjenige, der viele Wegstrecken zurückgelegt hat und als Vielgereister ein Bewanderter ist.

Erfahrungen sind Lebensweisheit, meist gewonnen aus unterschiedlichen Ereignissen des bisherigen Lebens. Nicht selten haben sie Wunden und Narben im Leben eines Menschen zurückgelassen. Erfahrungen haben eine unverkennbare Verwurzelung in der Vergangenheit und wollen Hilfen für die Meisterung der Gegenwart und Zukunft sein.

Auch Sinn hat mit Einsichten und Erlebnissen der Vergangenheit zu tun. Sinn hat aber eine scharfe Speerspitze in die Zukunft. Sinn zielt hin auf den Grundakkord, auf die Lebensverwirklichung, auf die fundamentale Zielsetzung des menschlichen Lebens. Die Frage nach dem Sinn will gleichsam die Wand des Diesseits transparent machen, so daß eine letzte Erfüllung, Krönung und Vollendung des menschlichen Daseins sichtbar und zugleich eine starke Motivation zurück in das Leben gegeben wird.

Die Sinnfrage ragt mit ihrer entscheidenden Spitze in das Nichtdurchschaubare, in das Geheimnis.

Bereits hier beginnt die Frage sich zu regen, ob Sinn überhaupt von Menschen gemacht oder ob Sinn vom Menschen nur empfangen werden kann. Damit wird die Sinnfrage zur Nahtstelle von Diesseits und Jenseits, von Anthropologie und Theologie, von Zeit und Ewigkeit.

Diese umfassende Wortklärung führt nun zum tieferen Verständnis einer Sinndefinition. Aus der Fülle möglicher Definitionen wird hier die des Religionsphilosphen Bernhard Welte herausgegriffen, denn sie legt am ehesten das aus, was schon im Wort "Sinn" alles mitgesagt ist:

 "Sinn ist die mögliche Übereinkunft meiner mit mir selbst als Übereinkunft meiner mit der Welt".

Sinn ist etwas, das im Moment, wo es entsteht, aufblitzt. "Das Ereignis von Sinn selbst, der Augenblick der Identität und Übereinkunft, ist fraglos." Einfacher gesagt: Sinn erscheint dem Menschen immer dann, wenn das, was er meint oder anstrebt sich erfüllt. Das äußert sich in der Erfahrung: "Es ist gut".

Eine solche Sinnerfahrung ist vor allen Dingen interpersonal und hebt sich deutlich ab von einem toxogenen Rauscherlebnis.Diese neuzeitliche Sinndefinition beteiligt also den Menschen nicht nur an der Sinn-erfahrung, sondern an der Sinnsetzung: Der Mensch bestimmt selber mit, was Sinn hat, und ist nicht blindlings-passiv den Sinnerscheinungen ausgeliefert.

So entspricht dieses Verständnis von "Sinn" dem modernen Menschen, der seine Welt selbst bestimmt, denn im Gegensatz zum Tier sagen dem Menschen keine Instinkte, was er muß, und im Gegensatz zum Menschen von gestern, sagen dem Menschen von heute keine Traditionen mehr, was er soll.

Heute ist kaum noch ein Mensch bereit, den Sinn seines Lebens von woanders herzuleiten, er will den Sinn selbst bestimmen. Das ist gut so.

Wenn Sinn - nach der Definition von B. Welte - "die mögliche Übereinkunft meiner mit mir selbst als Übereinkunft mit meiner Welt" ist, dann gehört zum Sinn, daß der Mensch sich selbst und seine Welt annimmt, und er genau darin erst sich zu sich selbst bestimmt und die Welt zu seiner Welt macht.

Frankl nennt dies: der Mensch ist fähig zum Sinn.

Wenn wir an der Sinnlosigkeit unserer selbst und der Welt leiden, dann ist der erste Anruf immer der, daß wir uns unserer Sinnfähigkeit bewußt werden.

Dann aber fangen wir nicht an Sinn zu suchen sondern Sinn zu setzen. Dieser letzten Sinnverpflichtetheit kann sich kein Mensch entziehen.

Wer die Sinnlosigkeit dieser Welt herausschreit, indem er an Wände irgendwelche Sprüche schmiert, oder ein Gedicht darüber verfaßt, oder ein entsprechendes Bild malt, dann hält er ja gerade diese Taten noch für sinnvoll.

Ja, ich möchte sogar so weit gehen und sagen, daß auch jemand, der seinem Leben selbst ein Ende setzt, damit noch einmal die einzig mögliche, sinnvolle Tat vollzieht, weil es sinnlos wäre, am Leben zu bleiben.

Frankl nennt diese Tatsache "das Geheimnis der bedingungslosen Sinnträchtigkeit des Lebens".

Das Leben hört, so sagt Frankl an anderer Stelle "buchstäblich bis zu seinem letzten Augenblick, bis zu unserem letzten Atemzug, nicht auf, Sinn zu haben...". Es hat sich nämlich herausgestellt, daß sich im Leben Sinn finden läßt, grundsätzlich unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit eines Menschen und von seinem Alter, von seinem Intelligenzquotienten und von seinem Bildungsgrad, von seiner Charakterstruktur und von seiner Umgebung. Und schließlich hat sich nachweisen lassen, daß der Mensch Sinn finden kann unabhängig davon, ob er religiös ist oder nicht, und für den Fall, daß er religiös ist, wieder unabhängig davon, welcher Konfession auch immer er angehören mag. Diese Forschungsergebnisse verdanken wir den wissenschaftlichen Arbeiten...(von) Brown, Casciani, Crumbaug, Dansart, Durlak, Kratchovil, Lukas, Lunceford, Mason, Meier, Murphy, Planova, Popielski, Richmond, Roberts, Ruch, Sallee, Smith, Yarnell und Young."

An dieser - gewiß spannenden Stelle - müssen die Überlegungen abgebrochen werden. Sinn, und erst recht Lebenssinn, setzt sich aus unzähligen einzelnen Faktoren zusammen. Er verbindet sich auch mit Methoden, denn nur, wer weiß, wie er ein Ziel erreicht, hat die berechtigte Hoffnung, dort anzukommen. So gesehen ist dieser Artikel eine Hilfe zu sinnerfüllterem Leben und soll als ganzes dazu verhelfen, den Lebenssinn neu in den Blick zu nehmen.

Man könnte jetzt die verschiedensten Sinndefizite heutiger Menschen - gerade wenn sie in Führungspositionen sind - nennen und mögliche Sinn-Antworten suchen. Aber alles das höbe nicht die Verantwortung des Einzelnen auf, der Sinnfrage selbst nachzuspüren und sie für sein Leben befriedigend zu beantworten.

So gilt zunächst nur festzuhalten:

1. daß für die elementare Erfahrung von Sinn, zu einem Gutteil jeder selbst verantwortlich ist,

2. daß jeder Mensch fähig ist, Sinn zu finden,

3. daß sich niemand der Sinnfrage entziehen kann.

In diesem Artikel zur “Sinnfrage” wird bewußt auf einen Arbeitsteil verzichtet. Dieser Teil soll Sie anregen, der Sinnfrage selbst nachzuspüren und eine für sich befriedigende Antwort zu finden.”

Die Amerikaner sagen an dieser Stelle “Walk the Talk” - Gehen Sie das Gesagte.

Viel Spaß und Erfolg damit

Ihr Roland Betz Team

© 2004 - Das Roland Betz Team

============================================================

3. Verschiedenes - Veröffentlichungen, spannender Tipp zum Networking, neuer Link

Falk Ruckruh in den Medien - meine Veröffentlichungen im letzten Monat:

Artikel “Argentinischer Tango - ein Lebensgefühl” zusammen mit Claudia Lübbers in der Zeitschrift “Lebensarten”, Februar 2004, Seite 18

Artikel “7 Helfer für bessere Resultate” in der Zeitschrift: “Noch Erfolgreicher”, Ausgabe 1/2004, Seite 20

Artikel “Souveräne (Preis-)Verhandlungsführung” in Zeitung “Deutscher Vertriebs- und Verkaufs-Anzeiger”, Ausgabe Nr. 187, 16.02.2004, Seite 24

 

Ein Netzwerktipp:

Jeder Mensch benötigt Beziehungen, um beruflich und privat voranzukommen.

Eine schnellwachsende, fantastische Möglichkeit diese auszubauen, ohne die sonst bei Netzwerken üblichen Eintrittsbarrieren, habe ich vor kurzem im Open Business Club entdeckt. Es ist erstaunlich, wie viele alte Bekannte man dort auch wieder trifft. Außerdem Foren für Erfahrungsaustausch und viele Suchfunktionen nach Interesse- und Wirtschaftsgebieten.

Klicken Sie auf den folgenden Link, um mehr über den OBC zu erfahren.

http://www.openbc.com/go/invuid/Falk_Ruckruh/obc_de

 

Ein neuer Link auf unseren Seiten informiert Sie jetzt schneller und übersichtlicher über offene Trainings:

http://www.ruckruh.de/offene_Trainings_2004/offene_trainings_2004.html

 

Welche Themen für offene Veranstaltungen würden Sie sich persönlich noch wünschen?

Bitte schreiben Sie kurz Ihre Anregungen an:

mailto:ruckruh@t-online.de?subject=AnregungenoffeneVeranstaltungen

============================================================

4. Humor

 

Diesen tollen Artikel haben wir von einigen Lesern und Bekannten bekommen.

Weiß jemand den Urheber?

 

Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun...

Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70 Jahren lebtest, ist es rückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.

Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium.

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.

Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Strassenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht". Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal blau und grün. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht.

Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms. Wir hatten Freunde. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Strasse. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht zu klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns... Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen.

Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.

Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war.

Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken.

Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen.

Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit all dem wußten wir umzugehen.

Und du gehörst auch dazu.

============================================================

Copyright © 2004, Falk Ruckruh

"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu!"

Wir stehen Ihnen gerne auch für Trainings, Coaching und Beratung in den Bereichen

Marketing, Verkauf, Außendienst, Telefontrainings und Kommunikation, sowie zukunftsorientierter Erfolgs- und Lebensplanung zu Ihrer Seite.

Wie wichtig sind Ihre Ziele? http://www.betz-team.de und http://www.ruckruh.de; Kontakt: mailto:Ruckruh@t-online.de

Sie können RINs kopieren, weitergeben und reproduzieren, solange dieses Copyright und die kompletten Informationen über den Autor angefügt sind.

Der Autor dieses Newsletters ist Dipl.-Ing. Falk Ruckruh. Email:

mailto:Ruckruh@t-online.de, Telefon 0941-8703104 , Fax: 0941-23378

Franz-von-Taxis-Ring 54, 93049 Regensburg

 

Jeder kann RINs bestellen, wenn er eine Email an mailto:Ruckruh@t-online.de?subject=ZUSENDUNGRINs sendet.